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Die gesetzlichen Grundlagen der Beratungsstellen f├╝r Eltern, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Die gesetzlichen Grundlagen sind im Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) geregelt. Dieses wird auch als Sozialgesetzbuch VIII bezeichnet.
Im Folgenden sind die wichtigsten Bestimmungen f├╝r die Arbeit der Beratungsstellen auszugsweise wiedergegeben.

┬ž 11 Jugendarbeit

(1)
Jungen Menschen sind die zur F├Ârderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verf├╝gung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Menschen ankn├╝pfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung bef├Ąhigen und zu sozialem Engagament anregen und hinf├╝hren.

(3)
Zu den Schwerpunkten der Jugendarbeit geh├Âren:
1. au├čerschulische Jugendbildung mit allgemeiner, politischer, sozialer, gesundheitlicher, kultureller, naturkundlicher und technischer Bildung,
2. Jugendarbeit in Sport, Spiel und Geselligkeit,
3. arbeitswelt-, schul-, und familienbezogene Jugendarbeit,
4. internationale Jugendarbeit,
5. Kinder- und Jugenderholung,
6. Jugendberatung.

┬ž 14 Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

(1) Jungen Menschen und Erziehungsberechtigten sollen Angebote des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes gemacht werden.

(2)
Die Ma├čnahmen sollen
1. junge Menschen bef├Ąhigen, sich vor gef├Ąhrdenten Einfl├╝ssen zu sch├╝tzen und sie zu Kritikf├Ąhigkeit, Entscheidungsf├Ąhigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegen├╝ber ihren Mitmenschen f├╝hren,
2. Eltern und andere Erziehungsberechtigte besser bef├Ąhigen, Kinder und Jugendliche vor gef├Ąhrdenden Einfl├╝ssen zu sch├╝tzen.

┬ž 16 Allgemeine F├Ârderung der Erziehung in der Familie

(1)
M├╝ttern, V├Ątern, anderen Erziehungsberechtigten und jungen Menschen sollen Leistungen der allgemeinen F├Ârderung der Erziehung in der Familie angeboten werden. Sie sollen dazu beitragen, da├č M├╝tter, V├Ąter und andere Erziehungsberechtigte ihre Erziehungsverantwortung besser wahrnehmen k├Ânnen. Sie sollen auch Wege aufzeigen, wie Konfliktsituationen in der Familie gewaltfrei gel├Âst werden k├Ânnen.

(2)
Leistungen zur F├Ârderung der Erziehung in der Familie sind insbesondere
1. Angebote der Familienbildung, die auf Bed├╝rfnisse und Interessen sowie auf Erfahrungen von Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und Erziehungssituationen eingehen, die Familie zur Mitarbeit in Erziehungseinrichtungen und in Formen der Selbst- und Nachbarschaftshilfe besser bef├Ąhigen sowie junge Menschen auf Ehe, Partnerschaft und das Zusammenleben mit Kindern vorbereiten.
2. Angebote der Beratung in allgemeinen Fragen der Erziehung und Entwicklung junger Menschen,
3. Angebote der Familienfreizeit und der Familienerholung, insbesondere in belastenden Familiensituationen, die bei Bedarf die erzieherische Betreuung der Kinder einschlie├čen.

(3)
Das N├Ąhere ├╝ber Inhalt und Umfang der Aufgaben regelt das Landesrecht.

┬ž 17 Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung und Scheidung

(1)
M├╝tter und V├Ąter haben im Rahmen der Jugendhilfe Anspruch auf Beratung in Fragen der Partnerschaft, wenn sie f├╝r ein Kind oder einen Jugendlichen zu sorgen haben oder tats├Ąchlich sorgen, Die Beratung soll helfen,
1. ein partnerschaftliches Zusammenleben in der Familie aufzubauen,
2. Konflikte und Krisen in der Familie zu bew├Ąltigen,
3. im Falle der Trennung oder Scheidung die Bedingungen f├╝r eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen f├Ârderliche Wahrnehmung der Elternverantwortung zu schaffen.

(2)
Im Falle der Trennung oder Scheidung sind Eltern unter angemessener Beteiligung des betroffenen Kindes oder Jugendlichen bei der Entwicklung eines einvernehmlichen Konzepts f├╝r die Wahrnehmung der elterlichen Sorge zu unterst├╝tzen; dieses Konzept kann auch als Grundlage f├╝r die richterliche Entscheidung ├╝ber die elterliche Sorge nach der Trennung oder Scheidung dienen.

(3)
Die Gerichte teilen die Rechtsh├Ąngigkeit von Scheidungssachen, wenn gemeinschaftliche minderj├Ąhrige Kinder vorhanden sind (┬ž 622 Abs. 2 Satz 1 der Zivilproze├čordnung), sowie Namen und Anschriften der Parteien dem Jugendamt mit, damit dieses die Eltern ├╝ber das Leistungsangebot der Jugendhilfe nach Absatz 2 unterrichtet.

┬ž 18 Beratung und Unterst├╝tzung bei der Aus├╝bung der Personensorge

(1)
M├╝tter und V├Ąter, die allein f├╝r ein Kind oder einen Jugendlichen zu sorgen haben oder tats├Ąchlich sorgen, haben Anspruch auf Beratung und Unterst├╝tzung bei der Aus├╝bung der Personensorge einschlie├člich der Geltendmachung von Unterhalts- oder Unterhaltsersatzanspr├╝chen des Kindes oder Jugendlichen.

(2)
Die Mutter, der die elterliche Sorge nach ┬ž 1626a Abs. 2 des B├╝rgerlichen Gesetzbuchs zusteht, hat Anspruch auf Beratung und Unterst├╝tzung bei der Geltendmachung ihrer Unterhaltsanspr├╝che nach ┬ž 1615l des B├╝rgerlichen Gesetzbuchs.

(3)
Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf Beratung und Unterst├╝tzung bei der Aus├╝bung des Umgangsrechts nach ┬ž 1684 Abs. 1 des B├╝rgerlichen Gesetzbuchs. Sie sollen darin unterst├╝tzt werden, da├č die Personen, die nach Ma├čgabe der ┬ž┬ž 1684 und 1685 des B├╝rgerlichen Gesetzbuchs zum Umgang mit ihnen berechtigt sind, von diesem Recht zu ihrem Wohl Gebrauch machen. Eltern, andere Umgangsberechtigte sowie Personen, in deren Obhut sich das Kind befindet, haben Anspruch auf Beratung und Unterst├╝tzung bei der Aus├╝bung des Umgangsrechts. Bei der Befugnis, Auskunft ├╝ber die pers├Ânlichen Verh├Ąltnisse des Kindes zu verlangen, bei der Herstellung von Umgangskontakten und bei der Ausf├╝hrung gerichtlicher oder vereinbarter Umgangsregelungen soll vermittelt und in geeigneten F├Ąllen Hilfestellung geleistet werden.

(4)
Ein junger Vollj├Ąhriger hat bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres Anspruch auf Beratung und Unterst├╝tzung bei der Geltendmachung von Unterhalts- oder Unterhaltsersatzanspr├╝chen.

┬ž 27 Hilfe zur Erziehung

(1)
Ein Personensorgeberechtigter hat bei der Erziehung eines Kindes oder eines Jugendlichen Anspruch auf Hilfe (Hilfe zur Erziehung), wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gew├Ąhrleistet ist und die Hilfe f├╝r seine Entwicklung geeignet und notwendig ist.

(2)
Hilfe zur Erziehung wird insbesondere nach Ma├čgabe der ┬ž┬ž 28 bis 35 gew├Ąhrt. Art und Umfang der Hilfe richten sich nach dem erzieherischen Bedarf im Einzelfall; dabei soll das engere soziale Umfeld des Kindes oder des Jugendlichen einbezogen werden.

(3)
Hilfe zur Erziehung umfa├čt insbesondere die Gew├Ąhrung p├Ądagogischer und damit verbundener therapeutischer Leistungen. Sie soll bei Bedarf Ausbildungs- und Besch├Ąftigungsma├čnahmen im Sinne des ┬ž 13 Abs. 2 einschlie├čen.

┬ž 28 Erziehungsberatung

Erziehungsberatungsstellen und andere Beratungsdienste und -einrichtungen sollen Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Erziehungsberechtigte bei der Kl├Ąrung und Bew├Ąltigung individueller und familienbezogener Probleme und der zugrundeliegenden Faktoren, bei der L├Âsung von Erziehungsfragen sowie bei Trennung und Scheidung unterst├╝tzen. Dabei sollen Fachkr├Ąfte verschiedener Fachrichtungen zusammenwirken, die mit unterschiedlichen methodischen Ans├Ątzen vertraut sind.

┬ž 35a Eingliederungshilfe f├╝r seelisch behinderte Kinder und Jugendliche

(1)
Kinder und Jugendliche, die seelisch behindert oder von einer solchen Behinderung bedroht sind, haben Anspruch auf Eingliederungshilfe. Die Hilfe wird nach dem Bedarf im Einzelfall
1. in ambulanter Form,
2. in Tageseinrichtungen f├╝r Kinder oder in anderen teilstation├Ąren Einrichtungen,
3. durch geeignete Pflegepersonen und
4. in Einrichtungen ├╝ber Tag und Nacht sowie sonstigen Wohnformen geleistet.

(2)
Aufgabe und Ziel der Hilfe, die Bestimmung des Personenkreises sowie die Art der Ma├čnahmen richten sich nach folgenden Bestimmungen des Bundessozialhilfegesetzes, soweit diese auf seelisch behinderte oder von einer solchen Behinderung bedrohte Personen Anwendungen findet:
1. ┬ž39 Abs. 3 und ┬ž 40,
2. ┬ž 41 Abs. 1 bis 3 Satz 2 und Abs. 4 mit der Ma├čgabe, da├č an die Stelle der Vereinbarungen nach ┬ž 93 des Bundessozialhilfegesetzes Vereinbarungen nach ┬ž 77 diese Buches treten,
3. die Verordnung nach ┬ž 47 des Bundessozialhilfegesetzes.

(3)
Ist gleichzeitig Hilfe zur Erziehung zu leisten, so sollen Einrichtungen, Dienste und Personen in Anspruch genommen werden, die geeignet sind, sowohl die Aufgaben der Eingliederungshilfe zu erf├╝llen als auch den erzieherischen Bedarf zu decken. Sind heilp├Ądagogische Ma├čnahmen f├╝r Kinder, die noch nicht im schulpflichtigen Alter sind, in Tageseinrichtungen f├╝r Kinder zu gew├Ąhren und l├Ą├čt der Hilfebedarf es zu, so sollen Einrichtungen in Anspruch genommen werden, in denen behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam betreut werden.

┬ž 41 Hilfe f├╝r junge Vollj├Ąhrige, Nachbetreuung

(1)
Einem jungen Vollj├Ąhrigen soll Hilfe f├╝r die Pers├Ânlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensf├╝hrung gew├Ąhrt werden, wenn und solange die Hilfe aufgrund der individuellen Situation des jungen Menschen notwendig ist. Die Hilfe wird in der Regel nur bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gew├Ąhrt; in begr├╝ndeten Einzelf├Ąllen soll sie f├╝r einen begrenzten Zeitraum dar├╝ber hinaus fortgesetzt werden.

(2)
F├╝r die Ausgestaltung der Hilfe gelten ┬ž 27 Abs. 3 sowie die ┬ž┬ž 28 bis 30, 33 bis 36, 39 und 40 entsprechend mit der Ma├čgabe, da├č an die Stelle des Personenberechtigten oder des Kindes oder des Jugendlichen der junge Vollj├Ąhrige tritt.

(3)
Der junge Vollj├Ąhrige soll auch nach Beendigung der Hilfe bei der Verselbst├Ąndigung im notwendigen Umfang beraten und unterst├╝tzt werden.

Wenn Sie den vollst├Ąndigen Gesetzestext im Internet nachlesen wollen:

www.sozialgesetzbuch.de/gesetze/08/index.php?norm_ID=0800000
oder
www.sgbviii.de


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